Haptische Werbung zieht und begeistert: 1.299 Besucher (35% mehr als im Vorjahr) kamen zur HAPTICA® live ’15 und ließen sich inspirieren von vielfältigen Produktwelten, kreativen Preisträgern, erfolgreichen Best Practices und interessanten Vorträgen.

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Ein Kalender als Feuerlöscher, Dragees gegen Homophobie, schwarz-gelbe Fußball-Leidenschaft und Produkttrends vom Selfie-Zubehör bis zum Spätzle-Shaker – das und vieles mehr konnten Besucher auf der HAPTICA® live ’15 am 25. März d.J. im Kölner Palladium erleben. Zum dritten Mal drehte sich einen Tag lang alles um die haptische Werbung in ihren vielfältigen Ausprägungen. Produktideen, Kampagnenbeispiele, Vorträge und die Präsentation der Preisträger des Promotional Gift Award brachten zahlreiche Facetten dieser Werbeform zur Geltung. Komprimiert auf einen Tag wurde den Besuchern aus Marketing, Einkauf und Agenturen viel Input in kurzer Zeit geboten. „Haptische Werbung ist so etwas wie der Hidden Champion unter den Marketingdisziplinen. In Deutschland haben Unternehmen im vergangenen Jahr 3,48 Mrd. Euro in diese Werbeform investiert. Das ist Platz 3 hinter Fernseh- und Printwerbung. Und gerade in Zeiten, die immer stärker online und digital geprägt sind, wächst das Bedürfnis nach anfassbaren, haptisch vermittelten Botschaften. Genau hier setzt die HAPTICA® live an. Wir wollen zeigen, was diese Werbeform für Unternehmen so spannend macht“, erläutert Brit München, Projektleiterin der HAPTICA® live beim Kölner Verlagshaus WA Media.

Spannende Produkte

h8_hl15_3Spannend sind z.B. die vielen Produktideen, die die 110 Aussteller (Vorjahr: 78) an individuellen Ständen bereithielten. Bei der Auswahl wurde darauf geachtet, die wichtigsten Produktbereiche der Branche abzubilden und einen bunten Mix darzustellen: Dazu gehörten zahlreiche aus dem Einzelhandel bekannte Marken von A wie adidas bis Z wie Zippo ebenso wie angesagte Trendprodukte von der Powerbank über individuell zusammenstellbare Müslis bis hin zur veganen Lippenpflege. Neben Klassikern fand man zudem Artikel, die im Promotionbereich nicht ganz so geläufig sind: z.B. gebrandete Schuhe, ferngesteuerte Hubschrauber, Kosmetikpinsel oder feine Premium-Papiere.

Konkrete Anwendung

h8_hl15_1Kreative Anregungen für die tägliche Praxis fanden die Besucher nicht nur an den Ständen der Aussteller, sondern auch auf der Empore in Halle 1. Auf der einen Seite leuchtete das Orange des Promotional Gift Award – die 52 diesjährigen Gewinnerprodukte wurden dort in Vitrinen präsentiert und mit zweisprachigen Erklärungen versehen. Haptisch veredelte Bierdeckel, Sammelkarten mit Web-Applikationen für ein „Online-Aquarium“, zu Taschen recycelte Capri-Sonne-Tüten, Getränkeverpackungen im LKW-Design oder Messer mit Klingen in Form diverser Alpenpanoramen sorgten für viele erstaunte Blicke. Auf der anderen Seite der Empore dominierte das HAPTICA® live-Magenta: In der Best Practice-Sonderschau waren besonders ausgefallene und erfolgreiche Beispiele von Kampagnen mit haptischer Werbung zusammengetragen worden. Die detailverliebten Inszenierungen animierten zum Anfassen und Ausprobieren – zusätzliche Informationen konnten über Videos abgerufen werden. Ob Merchandisingartikel wie der Wackelmops von Astra, Fundraising-Konzepte, die per Trillerpfeifen Geld für die Unterstützung von Whistleblowern sammeln, Kult-Giveaways wie die Schlafbrillen im Miss Piggy-Look der Lufthansa oder symbolträchtige Botschafter wie Schleifpapiere und Schaufeln im Stierkopfdesign für den Mercedes-Baulaster Arocs – die Exponate kamen ausgesprochen gut an.

Interesse an Vorträgen

h8_hl15_2Inspirationen bot auch das Vortragsprogramm in Halle 1, das sich erneut als Publikumsmagnet erwies – jeder Vortrag lockte mehr als hundert Zuschauer an. Den Anfang machte Nicolas Lecloux, Geschäftsführer Marketing der true fruits GmbH aus Bonn: Haptische Elemente im Brand Building und smarte Upcycling-Ideen mit nachhaltiger Wirkung für Umwelt und Marke präsentierte der Mitbegründer der Smoothies-Marke, nachdem er das voll besetzte Auditorium zunächst mit einem Smoothie-Sampling für sich gewonnen hatte. „What Money Can’t Buy: Wie Co-Branding im Konsumgütermarketing zu erhöhter Kundenbindung führt“, erläuterte anschließend Kai Thornagel, Senior Manager Brand Engagement & Digital Coffee bei Mondelez International. Dass die Kommunikationsstrategie für die Kapselkaffee-Marke Tassimo alles andere als kalter Kaffee ist, zeigen die eigens entwickelten Prämien und Zugaben. Auch im programmbegleitenden Marketing des Norddeutschen Rundfunks spielen Werbe- und Merchandisingartikel eine große Rolle – getreu dem Motto: „Wer hören will, muss fühlen“. Michael Witzorrek, Projektmanager Merchandising der NDR Media GmbH, versprühte eine gehörige Portion nordischen Charme und entführte mit kurzen Videos und Soundfiles – die z.T. als Klingelton vermarktet werden – sowie mit Produktbeispielen wie der „Brakelmann-Mütze“ des Protagonisten und dem Sound-Adventskalender, in den skurril-verschrobenen Kosmos der Serie Neues aus Büttenwarder. Für Gänsehautmomente sorgten zum Abschluss des Vortragsprogramms Dennis Thom, Leiter Marketing bei Borussia Dortmund, und Matthias Zerber, Geschäftsführer der BVB Merchandising GmbH, mit einigen Videoeinspielern. Die beiden Referenten spielten nicht nur geschickt und kompetent den verbalen Doppelpass, sondern zeigten auch, wie der Markenclaim „Echte Liebe“ hundertprozentig vom Merchandisingsortiment eingelöst wird.

Siegerehrung & Get-together

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Die Preisträger des Promotional Gift Award 2015 wurden auf der Bühne geehrt.

Nach dem Vortragsprogramm gehörte die Bühne ab 16.30 Uhr den Gewinnern des Promotional Gift Award 2015. 47 der 52 Preisträger waren angereist, um ihre Trophäen in Empfang zu nehmen. Beim anschließenden Sektempfang und abendlichen Get-together wurde nicht nur auf die Preisträger des Promotional Gift Award angestoßen, sondern auch so manches Glas gehoben, um stellvertretend ein Hoch auf die haptische Werbung anzustimmen. Die Begeisterung für die Möglichkeiten dieser Werbeform war bei den meisten der 1.299 Besucher jedenfalls spürbar. Das Interesse ist gewachsen – das zeigt das Besucherplus von 35% gegenüber dem Vorjahr. Und auch die zwischenzeitliche Enge im als Konzertlocation bekannten Palladium tat der allgemein guten Stimmung keinen Abbruch. Stimmungsvoll soll es auch im nächsten Jahr werden, allerdings haptischen Werbung mehr Raum zu geben und Besuchern mehr Komfort bieten zu können, zieht die HAPTICA® live ’16 ca. 30 km weiter südlich den Rhein hinauf nach Bonn, ins neugebaute World Conference Center Bonn (WCCB). Termin für die nächste HAPTICA® live dort ist dann der 16. März 2016.

// Mischa Delbrouck

www.haptica-live.de

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