Idee:

Uwe Ehinger ist ein echter Star in der Custombikes-Szene, der immer wieder mit seinen in Handarbeit gefertigten, modernen Spezialanfertigungen klassischer Motorräder im Stil der 1930er und 1940er Jahre überrascht. Vor fast zehn Jahren gründete er in der Hamburger Speicherstadt „Ehinger Kraftrad“ und entwickelt dort seither nicht nur Motorräder und Motorradteile, sondern auch Mode und Accessoires, die allesamt mit der gleichen Qualität und Präzision hergestellt werden. Aus jedem einzelnen Produkt entsteht so ein Liebhaberstück und gleichsam ein Botschafter, der den Spirit der Marke transportiert. Um die Kreation eines solchen Botschafters ging es auch in dem Gemeinschaftsprojekt von Ehinger mit der Serviceplan Gruppe und dem Hamburger Studio Oeding. Als Hommage an die größten Legenden der Motorradgeschichte entwickelte das Trio „The Archaeologist“, einen Premium Dry Gin, abgefüllt in Flaschen mit Original-Motorteilen legendärer Harley Davidson-Motorräder. „Wir wollten die Arbeit von Uwe Ehinger destillieren und in Form eines neuen Produkts auf die Straße bringen. So entstand in monatelanger Entwicklungsarbeit ein neuer Touchpoint, der die Marke buchstäblich verinnerlicht hat“, sagt Christoph Everke, Geschäftsführer Kreation von Serviceplan Campaign.

Umsetzung:

So wie die Bikes sind auch die Gin-Flaschen reine Handarbeit. Dazu wurden die Motorteile zunächst gereinigt und mit einer Zinnlegierung lebensmittelecht versiegelt, danach auf eine Stahlkonstruktion gelötet und schließlich in einer handgegossenen Flasche verbaut. Die verwendeten Originalteile – 1939er-Flathead-Nockenwellen aus der Wüste Mexikos, 1947er-Knucklehead-Muttern aus Chile und 1962er-Panhead-Kipphebel aus Südkorea – hat Ehinger selbst in den entlegensten Orten der Welt ausgegraben. Jeder dieser drei ikonischen Maschinen widmet er eine eigene Sorte seines hochprozentigen Drinks. Die Liebe zum Detail wird im Packaging, das der Verpackung der verwendeten Motorradteile nachempfunden ist, weiter fortgeführt. Angefangen von ausgewählten Pappen und Farben – verarbeitet in einer Original Heidelberger-Tiegeldruckpresse von 1931 – über gewachstes Einwickelpapier mit der Geschichte des jeweiligen Fundes bis hin zum handgestempelten verplombten Siegel und vernieteten Hang Tag mit der Seriennummer des in der Flasche konservierten Motorteils. Everke: „Die Produktentwicklung hat uns v.a. bei der Versiegelung der Motorteile und dem Packaging vor einige Herausforderungen gestellt. Auch die Frage, wie man Stoffe mit unterschiedlichen Schmelzpunkten zusammenbringt, hat uns einige Zeit beschäftigt und war ein bisschen schwieriger zu handeln als eine Williamsbirne, die langsam in die Flasche wächst.“

Einsatz:

In einer ersten limitierten Edition wurden pro Sorte jeweils 100 Flaschen „The Archaeologist“ produziert – jede einzelne von ihnen ein Unikat, die den Spirit der legendären Maschinen in Sprit bewahrt. Die meisten Flaschen waren für treue Kunden und den Ausschank im Laden reserviert. Die auf der Website frei verfügbaren Exemplare, die für 900 bis 1.100 Euro angeboten wurden, waren binnen weniger Stunden ausverkauft. „Das ist ein Produkt für echte Motorradenthusiasten. Inzwischen nehmen wir schon die Vorbestellungen für die nächste Serie an“, erklärt der Kreativchef. „Über die hochwertig gestaltete Haptik gelingt es mit dem Produkt, die Markenwerte zu kommunizieren und sogar als Geschmack erfahrbar zu machen. Das ist ein Weg, wie man mit Marketing begeistern kann.“

www.ehingerkraftrad.com
www.serviceplan.com
www.studio-oeding.com
www.the-archaeologist.com

Print Friendly, PDF & Email